WordPress-Website erstellen: Professionelle Anleitung
Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie Sie eine WordPress-Website erstellen – von Domain und Hosting bis zu Design und Inhalten.
Jonas Brandt Lesezeit: 7 Min.
Wer eine WordPress-Website erstellen möchte, braucht dafür keine Programmierkenntnisse: Mit der richtigen wordpress-website erstellen: anleitung lassen sich Domain, Hosting, Installation und erste Inhalte in wenigen Stunden einrichten. Dieser Text führt praktisch durch jeden einzelnen Schritt – vom technischen Fundament bis zur Veröffentlichung der ersten Seiten. Wer einen allgemeinen Überblick über WordPress als System sucht, findet diesen im Hauptartikel zum Thema; hier geht es ausschließlich um den konkreten Weg zur eigenen Seite.
Voraussetzungen: Domain, Hosting und die richtige WordPress-Version
Bevor die eigentliche Installation beginnt, braucht jede Website drei Grundzutaten: einen Domainnamen, einen Hosting-Vertrag und die Entscheidung für die passende WordPress-Variante. Die Domain ist die Adresse, unter der die Seite später erreichbar ist, etwa meinefirma.de. Sie sollte kurz, gut lesbar und möglichst frei von Sonderzeichen sein, damit sich Besucher sie leicht merken können.
Beim Hosting – dem Speicherplatz, auf dem die Website technisch liegt – lohnt sich ein Anbieter, der WordPress ausdrücklich unterstützt und eine Ein-Klick-Installation anbietet. Das erspart viele manuelle Schritte und ist gerade für den ersten eigenen Auftritt die unkompliziertere Lösung. Wichtige Kriterien bei der Auswahl sind:
- Ladezeiten und Serverstandort, da beides die Ladegeschwindigkeit beeinflusst
- Automatische Backups, falls beim Einrichten etwas schiefgeht
- Ein enthaltenes SSL-Zertifikat für eine sichere, verschlüsselte Verbindung
- Deutschsprachiger Support, falls technische Fragen auftreten
Zur Wahl steht außerdem, ob die Seite über das selbst gehostete WordPress.org oder über den Fertigdienst WordPress.com aufgebaut wird. Für eine eigene Domain mit voller Kontrolle über Design, Plugins und Funktionen ist WordPress.org die gängige Wahl und die Grundlage für die weiteren Schritte in dieser Anleitung. WordPress.com eignet sich eher für sehr einfache Blogs, bei denen Hosting und Software aus einer Hand kommen, dafür aber weniger Anpassungsmöglichkeiten bestehen.
Sobald Domain und Hosting-Paket gebucht sind, ist die technische Basis geschaffen. Der nächste Schritt ist die tatsächliche Installation der Software, die den Übergang von der reinen Buchung zur funktionierenden Website markiert.
WordPress installieren – Schritt für Schritt
Die meisten Hosting-Anbieter bieten im Kundenbereich einen sogenannten One-Click-Installer an. Nach der Anmeldung im Kundenkonto genügt es meist, die gewünschte Domain auszuwählen, WordPress als Zielsystem anzugeben und einen Administrator-Benutzernamen samt sicherem Passwort festzulegen. Diese Variante deckt für die überwiegende Mehrheit privater und geschäftlicher Projekte alles ab, was für eine WordPress-Website erstellen-Anleitung nötig ist.
Wer keinen automatischen Installer nutzen möchte oder kann, installiert manuell:
- Die aktuelle WordPress-Software von der offiziellen Seite herunterladen
- Die Dateien per FTP-Programm auf den eigenen Server übertragen
- Eine Datenbank im Hosting-Kundenbereich anlegen und die Zugangsdaten notieren
- Die Domain im Browser aufrufen und den WordPress-Einrichtungsassistenten durchlaufen
- Datenbankdaten eintragen, Seitentitel, Administrator-Login und E-Mail-Adresse festlegen
Nach Abschluss dieses Assistenten ist die Installation fertig, und die Seite ist bereits online erreichbar – allerdings zunächst nur mit dem WordPress-Standarddesign und ohne eigene Inhalte. Der Login zum Verwaltungsbereich, dem sogenannten Dashboard, erfolgt über die Adresse der Domain mit dem Zusatz /wp-admin.
Ein Blick lohnt sich direkt nach der Installation auf die Spracheinstellung: Unter „Einstellungen“ lässt sich die Website-Sprache auf Deutsch umstellen, falls der Assistent eine andere Sprache vorausgewählt hat. Ebenso sinnvoll ist es, sofort ein zweites Administratorkonto mit eigenem, komplexem Passwort anzulegen, statt dauerhaft mit den während der Installation vergebenen Standarddaten zu arbeiten.
Design wählen: Theme installieren und die Homepage gestalten
Das Erscheinungsbild einer WordPress-Seite wird über sogenannte Themes gesteuert – vorgefertigte Designvorlagen, die Layout, Farben und Schriftarten bestimmen. Im Dashboard führt der Weg über „Design“ und dann „Themes“, wo sich Tausende kostenlose und kostenpflichtige Vorlagen direkt durchsuchen und installieren lassen. Wer eine homepage erstellen wordpress anleitung sucht, sollte hier auf ein Theme achten, das zur eigenen Branche passt und auf mobilen Geräten genauso gut aussieht wie am Desktop-Bildschirm.
Nach der Installation und Aktivierung eines Themes lässt sich über den „Customizer“ oder den moderneren Website-Editor festlegen, wie Kopfbereich, Farbschema, Logo und Schriftgrößen aussehen. Viele aktuelle Themes arbeiten mit dem sogenannten Block-Editor, bei dem sich Textblöcke, Bilder, Buttons und Spalten per Ziehen und Ablegen anordnen lassen, ohne dass Programmierkenntnisse nötig sind.
Für die Startseite bieten sich zwei Vorgehensweisen an:
- Eine statische Seite als Homepage festlegen, auf der feste Inhalte wie Leistungen, Vorstellung und Kontaktmöglichkeit erscheinen
- Die neuesten Beiträge als Startseite anzeigen lassen, was sich vor allem für Blogs eignet
Für Unternehmensseiten, Portfolios oder Vereinsauftritte ist die statische Variante die deutlich gebräuchlichere Lösung, da sie den Besuchern sofort die wichtigsten Informationen zeigt. Beim Design selbst gilt: weniger ist meist mehr. Ein aufgeräumtes Layout mit klarer Navigation und wenigen, gut lesbaren Schriftarten wirkt professioneller als eine Seite mit zu vielen Effekten, Farben oder Animationen.
Inhalte erstellen: Seiten, Beiträge und Navigation aufbauen
WordPress unterscheidet zwischen zwei grundlegenden Inhaltstypen: Seiten und Beiträgen. Seiten sind für dauerhafte, selten geänderte Inhalte gedacht, etwa „Über uns“, „Kontakt“ oder „Leistungen“. Beiträge dagegen sind für zeitlich sortierte Inhalte wie Neuigkeiten, Blogartikel oder Ankündigungen gedacht und werden automatisch chronologisch angezeigt.
Für eine typische website mit wordpress erstellen anleitung gehören mindestens folgende Seiten zum Grundgerüst:
- Eine Startseite mit kurzer Vorstellung und klarer Handlungsaufforderung
- Eine „Über uns“- oder „Über mich“-Seite mit Hintergrundinformationen
- Eine Kontaktseite mit Formular, Adresse oder Telefonnummer
- Bei geschäftlichen Seiten in Deutschland zusätzlich ein Impressum und eine Datenschutzerklärung
Neue Seiten und Beiträge lassen sich im Dashboard über „Seiten“ beziehungsweise „Beiträge“ und den Button „Erstellen“ anlegen. Der Editor arbeitet mit einzelnen Blöcken für Text, Überschriften, Bilder oder Buttons, die sich einzeln bearbeiten und neu anordnen lassen. Bilder sollten vor dem Hochladen komprimiert werden, damit die Seite später schnell lädt.
Damit Besucher sich zurechtfinden, braucht die Seite eine Navigation. Unter „Design“ und dann „Menüs“ lässt sich festlegen, welche Seiten im Hauptmenü erscheinen und in welcher Reihenfolge. Ein übersichtliches Menü mit maximal fünf bis sieben Punkten ist in der Regel benutzerfreundlicher als eine lange Liste mit Unterpunkten. Wichtig ist außerdem, unter „Einstellungen“ und „Lesen“ festzulegen, ob eine feste Seite oder die Beitragsübersicht als Startseite angezeigt wird – dieser Schritt wird bei der ersten Einrichtung häufig übersehen.
Wichtige Plugins und Grundeinstellungen für den Start
Plugins sind Erweiterungen, die WordPress um zusätzliche Funktionen ergänzen, ohne dass dafür Programmieraufwand nötig ist. Bei einer wordpress website erstellen: anleitung reicht es zu Beginn, sich auf wenige, wirklich sinnvolle Erweiterungen zu beschränken, statt die Seite mit zu vielen Plugins zu überladen, was Ladezeit und Stabilität beeinträchtigen kann.
Für den Start empfehlenswert sind typischerweise folgende Kategorien:
- Ein SEO-Plugin, das bei Meta-Beschreibungen, Seitentiteln und der Erstellung einer Sitemap unterstützt
- Ein Sicherheits-Plugin, das Anmeldeversuche überwacht und vor gängigen Angriffen schützt
- Ein Backup-Plugin, das regelmäßig Sicherungskopien der Seite erstellt
- Ein Cache-Plugin, das Ladezeiten verkürzt, indem es Seiten zwischenspeichert
Plugins werden im Dashboard unter „Plugins“ und „Installieren“ gesucht, installiert und anschließend aktiviert. Vor der Aktivierung lohnt ein Blick auf Bewertungen, letzte Aktualisierung und Kompatibilität mit der aktuellen WordPress-Version, da veraltete Plugins ein häufiges Sicherheitsrisiko darstellen.
Zu den grundlegenden Einstellungen, die direkt nach der Installation geprüft werden sollten, gehört auch die Struktur der Web-Adressen, die sogenannten Permalinks. Unter „Einstellungen“ und „Permalinks“ lässt sich eine sprechende URL-Struktur wählen, etwa mit Seitentitel statt kryptischer Zahlenkombination, was sowohl für Besucher als auch für Suchmaschinen übersichtlicher ist. Ebenso wichtig ist die Kontrolle, ob die Seite tatsächlich über eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung läuft, erkennbar am Schloss-Symbol in der Adressleiste des Browsers.
Wer auf der Website personenbezogene Daten verarbeitet, etwa über Kontaktformulare oder Newsletter-Anmeldungen, sollte sich zusätzlich mit den rechtlichen Anforderungen an Impressum und Datenschutz auseinandersetzen. Da es sich dabei um rechtlich bindende Vorgaben handelt, ist an dieser Stelle eine Beratung durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt sinnvoller als eine allgemeine Online-Anleitung.
Fazit
Eine funktionierende WordPress-Seite entsteht in einer klaren Reihenfolge: zuerst Domain und Hosting festlegen, dann WordPress installieren, anschließend ein passendes Design wählen und mit Inhalten füllen, und zum Schluss die technischen Grundeinstellungen sowie sinnvolle Plugins ergänzen. Wer diese Schritte in Ruhe durchläuft, braucht dafür weder Programmierkenntnisse noch teure Zusatzsoftware. Sobald die Grundstruktur steht, lässt sich die Seite jederzeit erweitern – etwa um weitere Seiten, einen Blogbereich oder zusätzliche Funktionen über neue Plugins.