weitblickmagazin.de

Nachrichtendienst

Digitale Inhalte erstellen

Homepage erstellen Anleitung: Schritt für Schritt

Diese Anleitung zeigt, wie Sie Schritt für Schritt eine Homepage erstellen – von Planung bis Veröffentlichung, praktisch und verständlich erklärt.

Katrin Lindemann Lesezeit: 6 Min.

Homepage erstellen Anleitung: Schritt für Schritt

Eine eigene Homepage entsteht in fünf klaren Schritten: Ziel und Inhalte planen, Domain und Hosting sichern, die Seite mit dem passenden Werkzeug aufbauen, Design und Funktionen einrichten und schließlich veröffentlichen und pflegen. Diese Anleitung zum Erstellen einer Homepage geht genau diese Schritte in der richtigen Reihenfolge durch, während der Grundlagenartikel „Website erstellen" die verschiedenen Möglichkeiten und Anbieter im Überblick vorstellt. Wer bereits weiß, dass er selbst Hand anlegen möchte, findet hier die konkrete Umsetzung.

Vorbereitung: Ziel und Inhalte für die eigene Homepage festlegen

Vor dem ersten Klick in einem Baukasten oder Content-Management-System (CMS, ein System zur Verwaltung von Webinhalten ohne Programmierkenntnisse) lohnt sich eine kurze Planungsphase. Wer ohne klares Ziel startet, baut oft doppelt: erst eine Seite, die nicht passt, dann die eigentliche. Am Anfang jeder soliden Anleitung zum Homepage erstellen steht deshalb die Frage, wozu die Seite überhaupt dienen soll.

Typische Zwecke sind ein digitales Portfolio, die Online-Visitenkarte eines lokalen Betriebs, ein Blog oder eine einfache Informationsseite für einen Verein. Aus dem Zweck ergibt sich, welche Unterseiten wirklich nötig sind. Eine Übersicht dieser Unterseiten wird als Sitemap bezeichnet – im einfachsten Fall reicht dafür eine handschriftliche Liste.

  • Startseite mit kurzer Vorstellung und klarer Handlungsaufforderung, etwa „Kontakt aufnehmen" oder „Angebot ansehen"
  • Über-mich- oder Über-uns-Seite mit Hintergrund und Vertrauensaufbau
  • Leistungen oder Produkte mit konkreten Beschreibungen
  • Kontaktseite mit Formular, Adresse und gegebenenfalls Impressum

Parallel dazu sollten Texte, Fotos oder Logos schon vor dem technischen Aufbau gesammelt werden. Das beschleunigt die spätere Umsetzung erheblich, weil nicht mitten im Bauprozess nach Material gesucht werden muss. Auch eine kurze Zielgruppenbeschreibung – wer soll die Seite besuchen und was soll diese Person dort finden – hilft später bei Wortwahl und Gestaltung.

Domain, Hosting und das richtige Werkzeug wählen

Der zweite Schritt jeder Anleitung zur Erstellung einer Website betrifft die technische Grundlage: Domain, Hosting und das Werkzeug, mit dem die Seite gebaut wird. Die Domain ist die Internetadresse, etwa „meinefirma.de". Sie sollte kurz, leicht zu merken und möglichst nah am eigenen Namen oder Angebot sein.

Das Hosting ist der Speicherplatz auf einem Server, auf dem die Webseite technisch liegt und der sie im Internet abrufbar macht. Bei modernen Homepage-Baukästen ist Hosting meist automatisch im Paket enthalten; bei einem klassischen CMS wie WordPress muss Hosting separat bei einem Anbieter gebucht und die Software dort installiert werden.

Für die Wahl des richtigen Werkzeugs helfen folgende Fragen:

  • Reicht eine einfache, wenig veränderbare Struktur, oder soll die Seite später um viele Funktionen wachsen?
  • Sind Vorkenntnisse in Technik oder Design vorhanden, oder soll alles per Klick funktionieren?
  • Wie viel Budget steht monatlich zur Verfügung?

Wer schnell und ohne technisches Vorwissen starten möchte, ist mit einem Homepage-Baukasten meist besser bedient: Domain, Hosting, Design-Vorlagen und Bedienung sind dort aus einer Hand. Wer mehr Kontrolle, Erweiterbarkeit durch Plug-ins und langfristige Flexibilität sucht, greift eher zu einem CMS. Beide Wege führen zum Ziel, unterscheiden sich aber deutlich im Aufwand der nächsten Schritte.

Schritt für Schritt: Die Homepage technisch aufbauen

Sobald Domain und Werkzeug feststehen, beginnt der eigentliche Aufbau. Bei einem Baukasten läuft dieser Schritt der Homepage-Erstellung meist über einen visuellen Editor, bei dem Elemente per Maus verschoben werden. Bei einem CMS wird zunächst eine Grundstruktur, das sogenannte Theme oder Template, ausgewählt und danach mit eigenen Inhalten gefüllt.

Ein bewährter Ablauf für diesen Bauabschnitt sieht so aus:

  1. Eine passende Vorlage oder ein Grundlayout auswählen, das zur geplanten Sitemap passt
  2. Die Seitenstruktur anlegen: jede geplante Unterseite als leere Seite anlegen, damit die Navigation von Anfang an stimmt
  3. Grundfarben, Schriftart und Logo festlegen, damit alle Seiten einheitlich wirken
  4. Inhalte Seite für Seite einfügen: erst die Startseite, dann Kontakt, dann die übrigen Seiten
  5. Menü und interne Verlinkung prüfen, damit Besucher jede Seite mit wenigen Klicks erreichen

Wichtig ist, sich an dieser Stelle nicht in Details zu verlieren, bevor die Grundstruktur steht. Es ist deutlich effizienter, zuerst alle Seiten grob zu füllen und danach im zweiten Durchgang zu verfeinern, als eine Seite bis zur Perfektion auszuarbeiten, während die übrigen noch komplett leer sind. So bleibt außerdem der Überblick über das Gesamtbild der Seite erhalten.

Bei technischen Fragen, etwa zur korrekten Verknüpfung von Domain und Hosting oder zur Installation eines CMS, lohnt sich ein Blick in die Support-Dokumentation des jeweiligen Anbieters. Diese Anleitungen sind meist genauer auf die spezifische Plattform abgestimmt als allgemeine Ratschläge.

Design, Texte und Funktionen einrichten

Nach dem technischen Grundgerüst folgt die inhaltliche und gestalterische Feinarbeit. Gute Texte für eine Homepage sind kurz, konkret und auf den Leser ausgerichtet: Statt „Wir bieten seit vielen Jahren hochwertige Dienstleistungen" wirkt „So lösen wir Ihr Problem" direkter und überzeugender. Lange Textblöcke sollten in Absätze und Zwischenüberschriften aufgeteilt werden, damit Besucher schnell die für sie relevante Information finden.

Beim Design gilt: weniger ist meist mehr. Zwei bis drei Farben, eine einheitliche Schriftart und ausreichend Weißraum zwischen den Elementen wirken professioneller als viele bunte Effekte. Bilder sollten in guter Qualität, aber komprimiert eingebunden werden, damit die Seite schnell lädt – lange Ladezeiten schrecken Besucher ab und werden auch von Suchmaschinen negativ bewertet.

Je nach Zweck der Homepage kommen weitere Funktionen hinzu:

  • Kontaktformular statt einer offen sichtbaren E-Mail-Adresse, um Spam zu reduzieren
  • Google-Maps-Einbindung bei einem lokalen Geschäft mit Kundenverkehr
  • Terminbuchungstool, wenn Dienstleistungen direkt online vereinbart werden sollen
  • Newsletter-Anmeldung, wenn Besucher regelmäßig informiert werden sollen

Auch die mobile Darstellung gehört fest in diesen Abschnitt der Anleitung zum Erstellen einer Website: Die meisten Besucher rufen Seiten heute über das Smartphone auf, daher sollte jede Unterseite auch auf kleinen Bildschirmen kontrolliert werden. Moderne Baukästen und CMS-Themes passen das Layout in der Regel automatisch an, eine manuelle Prüfung auf dem eigenen Handy ersetzt das aber nicht.

Wie veröffentlicht und pflegt man eine fertige Homepage?

Vor der eigentlichen Veröffentlichung lohnt sich ein letzter Testlauf. Dabei werden alle Links durchgeklickt, Formulare mit Testdaten ausgefüllt und die Rechtschreibung noch einmal überprüft. Wer die Möglichkeit hat, sollte die Seite außerdem von einer zweiten Person testen lassen – fremde Augen entdecken oft Lücken, die dem Ersteller selbst nicht mehr auffallen.

Rechtlich gehören für Betreiber in Deutschland in der Regel ein Impressum und, sofern personenbezogene Daten erhoben werden, eine Datenschutzerklärung zur Seite. Die konkreten Pflichten hängen vom Einzelfall ab, etwa davon, ob die Seite geschäftlich genutzt wird oder Formulare und Tracking-Tools einsetzt. Bei Unsicherheit ist eine Beratung durch einen Rechtsanwalt oder eine spezialisierte Online-Dienstleistung sinnvoller als eine improvisierte Lösung.

Nach der Freigabe folgt die technische Veröffentlichung: Bei Baukästen reicht meist ein Klick auf „Veröffentlichen", bei einem CMS müssen gegebenenfalls noch letzte Einstellungen zur Sichtbarkeit vorgenommen werden. Direkt danach lohnt sich die Anmeldung bei der Google Search Console, einem kostenlosen Werkzeug, mit dem Suchmaschinen die neue Seite schneller finden und indexieren.

Eine Homepage ist mit der Veröffentlichung nicht fertig, sondern beginnt erst ihren eigentlichen Betrieb. Sinnvolle laufende Aufgaben sind:

  • Regelmäßige Kontrolle, ob alle Links noch funktionieren
  • Aktualisierung veralteter Informationen, etwa Preise oder Öffnungszeiten
  • Software- und Plug-in-Updates bei CMS-Lösungen aus Sicherheitsgründen
  • Beobachtung, welche Seiten häufig besucht werden, um Inhalte gezielt zu verbessern

Fazit

Der Weg von der leeren Fläche zur fertigen Homepage folgt immer demselben Muster: planen, technische Basis schaffen, aufbauen, gestalten und veröffentlichen. Wer diese Schritte in der genannten Reihenfolge abarbeitet, vermeidet die häufigsten Anfängerfehler wie fehlende Struktur oder verlorene Zeit durch planloses Ausprobieren. Mit einer klaren Sitemap, einem passenden Werkzeug und ein wenig Geduld für die Feinarbeit lässt sich eine funktionierende, professionell wirkende Homepage auch ohne Vorkenntnisse in wenigen Tagen umsetzen.

Zurück zu Digitale Inhalte erstellen

Ähnliche Artikel