weitblickmagazin.de

Nachrichtendienst

Kreative Techniken

Make-up Anleitung: Professionelle Schritt-für-Schritt

Eine Make-up Anleitung Schritt für Schritt zeigt, wie Profis Haut, Augen und Lippen in der richtigen Reihenfolge schminken – für ein makelloses Ergebnis.

Sabine Weidner Lesezeit: 4 Min.

Make-up Anleitung: Professionelle Schritt-für-Schritt

Eine professionelle Make-up Anleitung Schritt für Schritt folgt immer der gleichen Logik: zuerst wird die Haut vorbereitet, dann werden Farbe und Struktur aufgebaut, danach die Augen betont und am Ende alles fixiert. Wer sich bereits mit den Grundlagen des Schminkens beschäftigt hat, kennt die wichtigsten Produkte – hier geht es konkret um die richtige Reihenfolge und die einzelnen Handgriffe, die aus losen Schritten ein stimmiges Gesamtbild machen.

Hautvorbereitung: der erste Schritt jeder professionellen Anleitung

Jede make up schritt für schritt anleitung beginnt nicht mit Farbe, sondern mit der Haut. Ein Make-up hält nur so gut, wie die Basis darunter vorbereitet ist, und genau deshalb überspringen Profis diesen Schritt niemals, auch wenn er auf den ersten Blick nach reiner Pflege aussieht.

  • Reinigen: Gesicht mit einem milden Reinigungsprodukt von Talg, Schweiß und Rückständen befreien, damit die folgenden Produkte gleichmäßig aufliegen.
  • Feuchtigkeit spenden: Eine leichte Creme oder ein Serum verhindert, dass sich Foundation später in trockene Stellen setzt und dort schuppig wirkt.
  • Augencreme: Die dünne Haut unter den Augen braucht eine eigene, meist leichtere Pflege, damit der Concealer nicht in Fältchen einsinkt.
  • Primer auftragen: Je nach Hauttyp gleicht ein Primer große Poren, Rötungen oder Glanz aus und verlängert die Haltbarkeit des Make-ups deutlich.

Wichtig ist, jedem Produkt kurz Zeit zum Einziehen zu geben. Wer Creme und Primer direkt übereinander auftr��gt, riskiert, dass sich später alles beim Auftragen der Foundation wieder verschiebt.

Foundation, Concealer und Konturierung in der richtigen Reihenfolge

Nach der Hautvorbereitung folgt der Aufbau der eigentlichen Grundierung. Profis arbeiten hier immer vom Groben zum Feinen, also erst die Fläche, dann die Details.

  1. Foundation: Mit Schwämmchen, Pinsel oder Fingern von der Mitte des Gesichts nach außen einarbeiten. Dünne Schichten lassen sich leichter aufbauen als eine zu dicke Schicht, die wieder abgetragen werden muss.
  2. Concealer: Unter den Augen, an Rötungen und kleinen Unreinheiten gezielt auftupfen. Ein Concealer, der ein bis zwei Nuancen heller ist als die Foundation, hellt den Blick sichtbar auf.
  3. Konturierung: Mit einer etwas dunkleren Farbe die Wangenknochen, den Haaransatz und die Kieferlinie leicht schattieren, um dem Gesicht mehr Struktur zu geben.
  4. Highlighter: Auf Wangenknochen, Nasenrücken und Amorbogen aufgetragen, sorgt er für gezielte Lichtpunkte und einen frischen Ausdruck.
  5. Fixierpuder: Vor allem in der T-Zone verhindert loser oder gepresster Puder, dass die Foundation im Laufe des Tages glänzt oder verrutscht.

Diese Reihenfolge ist deshalb so wichtig, weil jede spätere Schicht auf der vorherigen aufbaut. Wer Konturierung vor der Foundation setzt, verwischt sie beim Verblenden wieder – die Basis muss immer zuerst sitzen.

Augen-Make-up Schritt für Schritt: von der Grundierung bis zur Wimperntusche

Eine gute Augen Make-up Anleitung Schritt für Schritt unterscheidet sich vom restlichen Gesicht dadurch, dass hier deutlich mehr einzelne, kleine Bewegungen nötig sind. Die Augenpartie verzeiht wenig, dafür lohnt sich Geduld besonders.

  1. Lidschatten-Primer: Eine dünne Grundierung auf dem Lid lässt Farben intensiver wirken und verhindert, dass sich Lidschatten in Fältchen absetzt.
  2. Übergangsfarbe: Ein neutraler, meist beiger oder hellbrauner Ton wird in der Lidfalte verblendet und schafft eine weiche Basis für alle weiteren Farben.
  3. Lidfarbe: Der Hauptton wird auf dem beweglichen Lid aufgetragen, meist mit einem etwas festeren Pinsel, um die Farbe konzentriert zu platzieren.
  4. Vertiefung der Lidfalte: Ein dunklerer Ton in der äußeren Ecke gibt dem Auge Tiefe und einen leichten Lifting-Effekt.
  5. Eyeliner: Entlang des Lidrands, je nach gewünschtem Look dünn oder als Wing gezogen, definiert er die Augenform.
  6. Untere Wimpernlinie: Ein Hauch der Übergangs- oder Vertiefungsfarbe verbindet oberes und unteres Lid optisch.
  7. Augenbrauen: Mit Stift oder Gel die natürliche Form nachzeichnen und Lücken auffüllen, bevor die Wimperntusche folgt.
  8. Wimperntusche: Von der Wurzel bis zur Spitze in zickzack-Bewegungen aufgetragen, verlängert und verdichtet sie den Wimpernkranz.

Wer künstliche Wimpern verwenden möchte, klebt sie erst nach der Wimperntusche und vor dem letzten Verblenden der unteren Linie auf, damit der Kleber noch minimal korrigiert werden kann. Bei Lidschatten gilt grundsätzlich: helle Farben nach vorne, dunkle nach hinten und in die Falte – so wirkt das Auge automatisch größer und offener.

Finish-Techniken: Rouge, Lippen und Fixierung

Der letzte Abschnitt einer professionellen Schritt-für-Schritt-Anleitung sorgt dafür, dass alle vorherigen Schritte zusammenpassen und über Stunden halten. Hier entscheidet sich, ob ein Make-up frisch oder aufgesetzt wirkt.

  • Rouge: Auf den Apfelbäckchen, also der höchsten Stelle der Wange beim Lächeln, in kreisenden Bewegungen auftragen und Richtung Schläfe auslaufen lassen.
  • Highlighter-Feinschliff: Kleine Korrekturen an Nasenrücken oder Cupidobogen setzen die letzten Lichter.
  • Lippenkonturenstift: Er verhindert, dass Lippenstift oder Gloss ausbluten, und kann die natürliche Lippenform leicht optisch anpassen.
  • Lippenfarbe: Von der Mitte nach außen auftragen, überschüssige Farbe mit einem Papiertaschentuch abtupfen und bei Bedarf eine zweite Schicht setzen.
  • Fixierspray: Ein feiner Sprühnebel über das gesamte Gesicht verbindet alle Produkte und verlängert die Haltbarkeit merklich, besonders an warmen Tagen.

Ein häufiger Fehler in dieser Phase ist, Rouge und Highlighter zu kräftig aufzutragen, weil sie in normalem Innenlicht schwächer wirken als bei Tageslicht oder Blitzlicht. Ein kurzer Blick in natürliches Licht vor dem letzten Schritt hilft, die Intensität realistisch einzuschätzen und noch gegenzusteuern.

Fazit

Eine professionelle Make-up-Routine ist keine starre Checkliste, sondern eine logische Abfolge: Haut vorbereiten, Farbe und Kontur aufbauen, Augen betonen, mit Rouge, Lippen und Fixierspray abschließen. Wer diese Reihenfolge einmal verinnerlicht hat, kann einzelne Schritte je nach Anlass anpassen, weglassen oder intensivieren, ohne dass das Gesamtbild aus dem Gleichgewicht gerät.

Zurück zu Kreative Techniken

Ähnliche Artikel