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Augen-Make-up Anleitung: Schritt für Schritt (2)

Diese augen make up anleitung schritt für schritt erklärt, wie Lidschatten, Eyeliner und Mascara richtig aufgetragen werden – für einen strahlenden Blick.

Lukas Hoffmann Lesezeit: 6 Min.

Augen-Make-up Anleitung: Schritt für Schritt (2)

Eine gute augen make up anleitung schritt für schritt beginnt nicht beim Lidschatten, sondern bei der Vorbereitung des Augenlids, und endet erst, wenn Lidschatten, Lidstrich und Wimpern optisch zusammenspielen. Während die allgemeine Reihenfolge eines kompletten Make-ups im Grundlagenartikel erklärt wird, geht es hier ausschließlich um die einzelnen Schritte am Auge selbst – von der Basis über die Farbe bis zum letzten Wimpernschwung.

Die richtige Basis: Lid vorbereiten

Jede saubere Augen-Schminktechnik steht und fällt mit der Vorbereitung. Ungeschminkte oder schlecht vorbereitete Lider lassen Lidschatten schneller verblassen, in Fältchen einsinken oder ungleichmäßig wirken. Deshalb gehört dieser Schritt an den Anfang jeder Anleitung, auch wenn er oft übersprungen wird.

  • Lid reinigen und pflegen: Reste von Gesichtscreme oder Puder mit einem trockenen Wattepad abtupfen, damit der Lidschatten später besser haftet.
  • Concealer oder Lidschatten-Base auftragen: Eine dünne Schicht gleicht Rötungen und Venen aus und intensiviert gleichzeitig die Farbe des Lidschattens.
  • Mit Puder fixieren: Ein Hauch loses Puder auf der Base verhindert, dass sich Fett aus der Haut mit dem Lidschatten verbindet und dieser in kleinen Krümeln nachbröckelt.
  • Augenbrauen kurz in Form bringen: Ein grober Rahmen der Brauen erleichtert später die Einschätzung, wie weit Lidschatten und Farbübergänge nach außen reichen sollen.

Wer viel Zeit am Schreibtisch oder im Freien verbringt, profitiert zusätzlich von einem wasserfesten Primer, der speziell für die Augenpartie entwickelt wurde. Er sorgt dafür, dass die folgenden Schritte den ganzen Tag über sichtbar bleiben.

Lidschatten Schritt für Schritt auftragen

Der zentrale Teil jeder make up schritt für schritt anleitung für die Augen ist der Aufbau der Lidschattenfarben. Statt eine einzelne Farbe flächig aufzutragen, arbeitet man in Schichten, die von hell nach dunkel und von innen nach außen verlaufen.

  1. Hellen Grundton auftragen: Eine helle, oft schimmernde Farbe wird mit einem breiten Pinsel über das gesamte bewegliche Lid und bis knapp unter die Brauenknochen gewischt. Sie dient als Leinwand für die folgenden Töne.
  2. Mittelton in die Lidfalte setzen: Mit einem kleineren, angeschrägten Pinsel wird ein mittlerer Farbton in die Lidfalte "eingecremt". Diese Bewegung erzeugt Tiefe und lässt das Auge optisch zurücktreten.
  3. Dunklen Ton am äußeren Lidrand betonen: Am äußeren Drittel des Auges wird ein dunklerer Ton in einer kleinen, dreieckigen Form aufgebaut. Er verleiht dem Blick Ausdruck, ohne das ganze Lid zu verdunkeln.
  4. Übergänge verblenden: Mit einem sauberen, weichen Pinsel werden die Grenzen zwischen den Farbtönen in kreisenden Bewegungen verwischt, bis keine harten Kanten mehr sichtbar sind.
  5. Lichtpunkt setzen: Ein Hauch heller, schimmernder Farbe im inneren Augenwinkel und unter der Brauenspitze lässt die Augen wacher und größer wirken.

Für Anfänger empfiehlt sich, zunächst mit nur zwei Farbtönen zu arbeiten – einem hellen und einem mittleren – bevor ein dritter, dunkler Akzent hinzukommt. So bleibt die Technik überschaubar und die Übergänge lassen sich leichter kontrollieren.

Eyeliner richtig ziehen – Schritt für Schritt

Der Lidstrich ist der Schritt, an dem viele Anleitungen ins Stocken geraten, weil eine ruhige Hand und die richtige Stiftführung entscheidend sind. Wichtig ist, den Lidstrich nicht als einzelne durchgezogene Linie zu betrachten, sondern als Abfolge kleiner Abschnitte.

  • Auge leicht spannen: Mit dem kleinen Finger einer Hand das äußere Augenlid sanft straffen, während die andere Hand den Liner führt. Das reduziert Zittern und ermöglicht gleichmäßigere Striche.
  • In kurzen Strichen arbeiten: Statt einer langen Linie werden mehrere kurze Striche entlang des Wimpernkranzes gesetzt und anschließend miteinander verbunden.
  • Von innen nach außen verdicken: Die Linie beginnt dünn am inneren Augenwinkel und wird zum äußeren Winkel hin etwas breiter, was dem Auge eine natürliche Betonung verleiht.
  • Flügel optional ansetzen: Wer einen sogenannten Cat-Eye möchte, zieht am äußeren Augenwinkel eine kleine, nach oben gerichtete Linie und füllt das entstandene Dreieck mit Farbe auf.
  • Kanten nachschärfen: Mit einem feinen Concealer-Pinsel lassen sich unsaubere Ränder oberhalb und unterhalb der Linie korrigieren, ohne den gesamten Lidstrich neu ziehen zu müssen.

Flüssige Liner mit Filzspitze eignen sich für präzise, dünne Linien, während Gel- oder Kajalstifte sich leichter verblenden lassen und daher für einen weicheren, verrauchten Look besser geeignet sind. Welches Werkzeug passt, hängt also vom gewünschten Ergebnis ab, nicht von der vermeintlich "richtigen" Variante.

Wimpern betonen: Mascara und Wimpernzange

Der letzte Schritt am Auge sorgt dafür, dass Lidschatten und Lidstrich überhaupt zur Geltung kommen, denn ohne betonte Wimpern wirkt selbst ein aufwendiges Lid schnell flach. Auch hier lohnt sich eine feste Reihenfolge.

  1. Wimpern eindrehen: Mit einer Wimpernzange werden die Wimpern nahe am Wimpernansatz, in der Mitte und an den Spitzen jeweils kurz zusammengedrückt. Das erzeugt einen natürlichen, geschwungenen Bogen statt eines einzigen scharfen Knicks.
  2. Mascara von der Wurzel auftragen: Die Bürste wird am Wimpernansatz angesetzt und in leicht wackelnder Bewegung nach oben zur Spitze gezogen. Das verteilt die Farbe gleichmäßig und vermeidet Klümpchen.
  3. Untere Wimpern nicht vergessen: Mit der Spitze der Bürste lassen sich auch die unteren Wimpern dünn nachziehen, ohne dass die Farbe unter dem Auge abfärbt.
  4. Bei Bedarf zweite Schicht auftragen: Wer mehr Volumen möchte, wartet, bis die erste Schicht leicht angetrocknet ist, und trägt erst dann eine zweite auf – so verkleben die Wimpern nicht.
  5. Wer künstliche Wimpernbüschel oder komplette Wimpernstreifen verwenden möchte, setzt diese nach dem Eindrehen der eigenen Wimpern und vor der Mascara an, damit natürliche und künstliche Wimpern anschließend gemeinsam getuscht werden können und optisch verschmelzen.

    Häufige Fehler und Tipps für längeren Halt

    Selbst wer die einzelnen Schritte kennt, stolpert häufig über dieselben Kleinigkeiten. Die folgenden Punkte lassen sich mit wenig Aufwand vermeiden und verbessern das Endergebnis spürbar.

  • Zu viel Produkt auf einmal: Ein überladener Pinsel führt zu unkontrollierbaren Farbflächen. Besser ist es, überschüssigen Lidschatten vor dem Auftragen am Handrücken abzustreifen.
  • Verblenden vergessen: Harte Kanten zwischen Farbtönen wirken schnell unfertig. Ein sauberer Blending-Pinsel sollte nach jedem Farbwechsel zum Einsatz kommen.
  • Mascara vor dem Lidschatten: Werden die Wimpern zu früh getuscht, fallen beim Verblenden des Lidschattens leicht Krümel auf die frische Mascara. Die Reihenfolge Basis, Lidschatten, Liner, Mascara hat sich deshalb bewährt.
  • Fehlende Fixierung: Ein feiner Sprühnebel mit fixierendem Gesichtsspray über dem fertigen Augen-Make-up verlängert den Halt, besonders bei warmem Wetter oder langen Tagen.
  • Asymmetrie zwischen beiden Augen: Es hilft, jeden Schritt zunächst an einem Auge auszuführen und dann direkt am zweiten zu wiederholen, statt beide Augen komplett getrennt zu schminken – so lassen sich Unterschiede früh erkennen.

Wer empfindliche Augen hat oder häufig Reizungen im Lidbereich bemerkt, sollte bei anhaltenden Beschwerden keine Selbstdiagnose stellen, sondern eine augenärztliche oder dermatologische Praxis aufsuchen, statt allein auf Kosmetiktipps zu setzen.

Fazit

Eine klare make-up anleitung schritt für schritt für die Augen folgt immer derselben Grundlogik: Basis vorbereiten, Lidschatten in Schichten aufbauen und verblenden, Lidstrich in kurzen Abschnitten ziehen und zum Schluss die Wimpern betonen. Wer diese Reihenfolge einhält und typische Fehler wie zu viel Produkt oder fehlendes Verblenden vermeidet, erzielt auch ohne professionelle Ausbildung ein gleichmäßiges und langanhaltendes Ergebnis.

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