Augen Make-up Anleitung: Schritt für Schritt
Eine klare Augen Make-up Anleitung Schritt für Schritt: So gelingen Lidschatten, Eyeliner und Smokey Eyes auch Anfängerinnen zuverlässig.
Lukas Hoffmann Lesezeit: 6 Min.
Eine gute Augen Make-up Anleitung Schritt für Schritt führt dich von der reinen Haut über die Grundierung des Lids bis zum fertigen Look mit Lidschatten, Lidstrich und Wimperntusche – ohne dass du zwischendurch wieder von vorn anfangen musst. Während die allgemeinen Schminktechniken für das Gesicht an anderer Stelle ausführlich erklärt werden, geht es hier ausschließlich um die Augenpartie: von der Basis über den klassischen Alltagslook bis zu Smokey Eyes.
Die Grundausstattung: Was du vor dem Schminken brauchst
Bevor die eigentliche Make-up Schritt für Schritt-Anleitung beginnt, lohnt sich ein Blick auf das Werkzeug. Mit dem richtigen Equipment lassen sich Farben sauberer verblenden und Linien präziser ziehen, was gerade am Auge den größten Unterschied macht.
- Lidschatten-Base oder Primer: Eine dünne Grundierung sorgt dafür, dass Lidschatten länger haftet und Farben intensiver wirken.
- Mehrere Lidschattenpinsel: Ein flacher Pinsel zum Auftragen, ein weicher, fluffiger Pinsel zum Verblenden und ein kleiner, präziser Pinsel für Details.
- Eyeliner oder Kajalstift: Je weicher die Mine, desto leichter lässt sich der Strich anschließend verblenden.
- Wimpernzange und Mascara: Für Offenheit im Blick, besonders bei dunklen oder verblendeten Looks.
- Wattestäbchen und ein trockenes Make-up-Tuch: Zum Korrigieren kleiner Fehler, ohne das ganze Auge neu schminken zu müssen.
Wichtig ist außerdem eine saubere, eingecremte Lidhaut. Fettige oder trockene Haut lässt Lidschatten ungleichmäßig aussehen oder in Fältchen verrutschen, deshalb lohnt sich ein kurzer Moment Geduld, bevor die Farbe aufgetragen wird.
Augen-Make-up Schritt für Schritt: die klassische Anleitung
Diese Reihenfolge funktioniert für den Alltag genauso wie als Basis für aufwendigere Looks. Wer die Schritte einmal verinnerlicht hat, kann sie später beliebig variieren.
- Grundierung auftragen: Eine kleine Menge Primer oder Concealer auf dem beweglichen Lid verteilen und leicht einklopfen. Das gleicht Unebenheiten aus und verhindert, dass sich Lidschatten in Fältchen setzt.
- Hellen Grundton wählen: Mit einem flachen Pinsel einen hautfarbenen oder champagnerfarbenen Lidschatten über das gesamte Lid ziehen. Dieser Ton dient als neutrale Basis für alle weiteren Farben.
- Mitteltöne in die Lidfalte setzen: Ein etwas dunklerer Ton wird mit kreisenden Bewegungen in die Lidfalte eingearbeitet, um dem Auge Tiefe zu geben. Hier zeigt sich, wie stark der spätere Look wirken soll.
- Lidstrich ziehen: Mit Eyeliner oder Kajal eine feine Linie möglichst nah an den Wimpernansatz setzen. Für Anfängerinnen ist es einfacher, den Strich in kurzen Strichen zu zeichnen statt in einer einzigen durchgehenden Linie.
- Übergänge weichzeichnen: Mit einem sauberen, weichen Pinsel die Kanten des Lidstrichs und der Farbübergänge verblenden, damit nichts hart oder gemalt wirkt.
- Unteres Lid akzentuieren: Optional lässt sich ein Rest der Mitteltonfarbe locker unter das Auge ziehen, das rundet den Look ab.
- Wimpern tuschen: Von der Wurzel bis zur Spitze in leicht zickzackförmigen Bewegungen auftragen. Zwei dünne Schichten wirken meist voller als eine dicke.
- Kontrolle im Tageslicht: Kleine Unregelmäßigkeiten fallen bei Kunstlicht oft nicht auf, im Tageslicht dagegen sofort. Ein letzter Check lohnt sich deshalb immer.
Diese acht Schritte lassen sich in wenigen Minuten durchführen, sobald die Handgriffe sitzen. Für besondere Anlässe braucht es meist nur intensivere Farben oder einen zusätzlichen Verblend-Schritt – die Grundstruktur bleibt gleich.
Schritt für Schritt Smokey Eyes Anleitung: So gelingt der verrauchte Look
Smokey Eyes gelten als anspruchsvoll, folgen aber im Kern derselben Logik wie das klassische Augen-Make-up – nur mit mehr Farbschichten und stärkerem Verblenden. Wer die vorherige Anleitung schon geübt hat, findet sich hier schnell zurecht.
- Basis wie gewohnt vorbereiten: Primer auftragen und einen hellen, matten Ton als Grundlage über das gesamte Lid legen.
- Übergangston in die Lidfalte: Ein warmer, mittlerer Braun- oder Grauton wird großflächig in die Lidfalte und leicht darüber hinaus verblendet, ohne scharfe Kante.
- Dunkle Farbe auf dem beweglichen Lid: Ein sattes Schwarz, tiefes Braun oder dunkles Grau wird mit einem flachen Pinsel auf das bewegliche Lid gedrückt und von der Wimpernlinie aus nach oben gearbeitet.
- Sofort verblenden: Direkt im Anschluss mit einem sauberen, fluffigen Pinsel die Kanten der dunklen Farbe in kreisenden Bewegungen weichzeichnen. Das ist der entscheidende Schritt, der den typischen „verrauchten“ Effekt erzeugt.
- Lidstrich einarbeiten: Mit Kajal oder Gel-Liner den Wimpernkranz betonen und den Strich sofort mit einem Wattestäbchen oder Pinsel leicht in die dunkle Lidschattenfarbe verwischen, statt ihn scharf stehen zu lassen.
- Unterlid spiegeln: Etwas von der dunklen Farbe locker unter das äußere Drittel des Auges auftragen und zur Mitte hin auslaufen lassen.
- Highlight setzen: Ein schimmernder, heller Ton in den inneren Augenwinkel und unter die Brauenknochen gesetzt, öffnet den Blick und verhindert, dass der Look zu schwer wirkt.
- Wimpern und letzter Check: Volumen-Mascara oder falsche Wimpern setzen den Schlusspunkt. Anschließend Reste von Lidschatten unter den Augen mit einem trockenen Tuch oder Pinsel entfernen.
Der größte Unterschied zur klassischen Anleitung liegt also nicht in neuen Produkten, sondern im wiederholten Verblenden zwischen den Farbschichten. Wer zu schnell zur nächsten Farbe übergeht, ohne die vorherige weichzuzeichnen, erkennt harte Kanten – genau das gilt es bei Smokey Eyes zu vermeiden.
Welche Technik passt zu welcher Augenform?
Eine Schritt für Schritt Anleitung für das Schminken der Augen wirkt bei jeder Augenform etwas anders, weil Lidfalte, Lidgröße und Augenabstand unterschiedlich ausgeprägt sind. Ein paar kleine Anpassungen reichen meist aus, um den Look passend zu machen.
- Kleine oder verdeckte Lidfalte: Mitteltöne eher etwas höher als die eigentliche Falte setzen, das schafft optisch mehr Raum. Zu dunkle Farben direkt am Wimpernkranz lassen das Auge sonst kleiner wirken.
- Große, ausgeprägte Lidfalte: Hier lassen sich Smokey-Eyes-Techniken besonders gut umsetzen, da genug Fläche für Übergänge vorhanden ist.
- Eng zusammenstehende Augen: Farbe am inneren Augenwinkel eher hell halten und die Betonung nach außen verlagern, das streckt den Blick optisch.
- Weit stehende Augen: Dunklere Töne stärker in Richtung Nasenwurzel einarbeiten, um die Augen optisch näher zusammenzuführen.
- Hängende Lidfalte: Den Lidstrich am äußeren Winkel leicht nach oben ziehen statt nach unten, das hebt den Blick sichtbar an.
Diese Anpassungen ersetzen keine der beiden Anleitungen, sondern ergänzen sie – die Grundschritte bleiben identisch, nur die Platzierung der Farbe verschiebt sich leicht.
Typische Fehler bei der Anleitung vermeiden
Die meisten Probleme entstehen nicht durch falsche Produkte, sondern durch übersprungene Schritte. Wer die folgenden Punkte im Blick hat, kommt beim Üben deutlich schneller zu einem stimmigen Ergebnis.
- Primer weglassen: Ohne Grundierung setzt sich Lidschatten häufig in feinen Linien ab, besonders nach mehreren Stunden.
- Zu wenig verblenden: Harte Farbkanten zwischen Grundton, Mitteltonton und dunkler Farbe wirken schnell unsauber. Ein zusätzlicher Durchgang mit dem Verblendpinsel löst das Problem meist sofort.
- Lidstrich zu früh fixieren: Wird der Eyeliner zu schnell festgepudert, lässt er sich später nicht mehr weichzeichnen. Bei Smokey Eyes lohnt es sich, den Strich noch feucht zu verwischen.
- Mascara vor der Kontrolle auftragen: Landet danach noch Lidschattenpuder auf den Wimpern, ist es schwerer, ihn rückstandslos zu entfernen. Deshalb Mascara möglichst als letzten Schritt einplanen.
- Zu viel Produkt auf einmal: Mehrere dünne Schichten lassen sich besser kontrollieren und korrigieren als eine dicke Schicht, die sofort sitzen muss.
Gerade beim Üben hilft es, einzelne Schritte mehrmals zu wiederholen, statt die ganze Anleitung in einem Zug durchzuziehen. So lässt sich genau erkennen, an welcher Stelle ein Ergebnis noch nicht überzeugt.
Fazit
Eine strukturierte Schritt für Schritt-Anleitung für Make-up am Auge nimmt vor allem die Unsicherheit aus dem Prozess: Grundierung, heller Basiston, Mitteltöne, Lidstrich, Verblenden und Wimperntusche folgen immer derselben Logik, egal ob ein dezenter Alltagslook oder aufwendige Smokey Eyes entstehen sollen. Wer die Reihenfolge einmal verinnerlicht hat, kann sie an die eigene Augenform anpassen und mit der Zeit immer schneller und sicherer umsetzen.