weitblickmagazin.de

Nachrichtendienst

Kreative Techniken

Smokey Eyes schminken Anleitung: Professionell

Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie Smokey Eyes schminken gelingt – von der Grundierung bis zum perfekten Verblenden der Farben.

Jonas Brandt Lesezeit: 6 Min.

Smokey Eyes schminken Anleitung: Professionell

Smokey Eyes schminken gelingt am zuverlässigsten mit einer klaren Schritt-für-Schritt-Anleitung: Grundierung auftragen, helle Basisfarbe verteilen, mittleren Ton in die Lidfalte einarbeiten, dunkle Farbe an Wimpernkranz und äußerem Lidwinkel verblenden, dann Kajal, Wimpern und Highlights ergänzen. Während der Grundlagenartikel zu Make-up-Schminktechniken einen Überblick über verschiedene Looks gibt, geht es hier ausschließlich um die konkrete Umgehensweise beim Smokey Eye – vom ersten Pinselstrich bis zum fertigen, verwaschenen Übergang.

Was braucht man für einen professionellen Smokey-Eyes-Look?

Bevor die eigentliche Anleitung beginnt, lohnt sich ein Blick auf die Werkzeuge. Ein gutes Ergebnis hängt weniger von teuren Produkten ab als von der richtigen Pinselauswahl und einer sauberen Arbeitsweise.

  • Lidschattenprimer oder Concealer als Grundlage, damit die Farben länger halten und nicht in die Lidfalte wandern.
  • Drei Lidschattentöne: ein helles Highlight (meist champagner- oder beigefarben), ein mittlerer Übergangston und ein dunkler Ton für den Wimpernkranz.
  • Ein flacher Pinsel zum satten Auftragen der Farbe und ein Verblendpinsel mit weichen, angeschrägten Borsten für weiche Übergänge.
  • Kajalstift in Schwarz oder Braun, wasserfest oder als Puderprodukt, je nach gewünschter Intensität.
  • Wimpernzange und Mascara, optional auch falsche Wimpern für zusätzliche Dramatik.

Wer neu im Thema Augen-Make-up ist, sollte sich zunächst auf schwarz-graue oder braun-beige Farbkombinationen konzentrieren. Diese Nuancen verzeihen kleine Unregelmäßigkeiten leichter als kräftige Farben wie Blau oder Grün, weil die Übergänge weniger auffallen, falls sie nicht perfekt sitzen.

Schritt für Schritt: Die Basis für den Smokey Eye vorbereiten

Der erste Teil jeder Smokey-Eyes-Anleitung dreht sich um die Vorbereitung des Lides. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert, dass der Lidschatten ungleichmäßig hält oder sich im Tagesverlauf in kleinen Fältchen absetzt.

  1. Lid reinigen und leicht einpudern. Ein Hauch transparentes Puder entfernt überschüssiges Fett und sorgt dafür, dass der Lidschatten besser haftet.
  2. Primer auftragen. Ein dünner Film Lidschattenprimer oder ein heller Concealer wird mit den Fingern verteilt und kurz antrocknen gelassen. Das verhindert, dass sich die Farbe in feinen Linien sammelt.
  3. Helle Basisfarbe auf das gesamte bewegliche Lid auftragen. Von der Wimpernlinie bis knapp unter die Augenbraue wird ein helles, mattes oder leicht schimmerndes Beige oder Champagner verteilt. Diese Fläche dient später als neutrale Leinwand für die dunkleren Töne.
  4. Übergang zur Lidfalte markieren. Mit einem weichen Bleistift oder direkt mit dem mittleren Lidschattenton lässt sich die natürliche Lidfalte grob nachzeichnen – das gibt später Orientierung, wo die Farbe intensiver werden soll.

Diese vorbereitenden Schritte wirken unspektakulär, sind aber entscheidend: Ein Smokey Eye lebt von sauberen Verläufen, und die entstehen nur auf einer gut vorbereiteten, glatten Fläche.

Farben schichten und verblenden: der Kern der Smokey-Eyes-Technik

Jetzt beginnt der eigentliche Aufbau des rauchigen Looks. Hier entscheidet sich, ob der Übergang später weich und verwaschen wirkt oder ob harte Kanten stehen bleiben.

  1. Mittleren Ton in die Lidfalte einarbeiten. Mit dem Verblendpinsel wird die Farbe in kleinen, kreisenden Bewegungen entlang der markierten Lidfalte aufgetragen. Wichtig ist, den Pinsel während des Verblendens leicht zu bewegen, statt ihn nur hin- und herzuschieben.
  2. Dunklen Ton am Wimpernkranz aufbauen. Mit dem flachen Pinsel wird die dunkelste Farbe direkt an der oberen Wimpernlinie satt aufgetragen und in Richtung äußerer Lidwinkel leicht nach oben gezogen. Das erzeugt die typische, nach außen verlängerte Form des Smokey Eye.
  3. Übergänge verblenden, bis keine Kante mehr sichtbar ist. Mit einem sauberen Verblendpinsel werden die Grenzen zwischen dunklem und mittlerem Ton so lange bearbeitet, bis ein weicher Farbverlauf entsteht. Wer unsicher ist, arbeitet lieber mit wenig Farbe und trägt in mehreren dünnen Schichten nach, statt sofort viel Pigment aufzutragen.
  4. Untere Wimpernlinie einbeziehen. Mit einem kleinen Pinsel oder dem Kajalstift wird die dunkle Farbe auch unter das Auge gezogen und sanft verwischt, damit der Look rund und in sich geschlossen wirkt.
  5. Highlight setzen. Ein helles Schimmerpuder wird unter die Augenbraue und in den inneren Augenwinkel getupft, um das Auge optisch zu öffnen und einen Kontrast zu den dunklen Tönen zu schaffen.

Der häufigste Fehler in dieser Phase ist Ungeduld: Wer zu schnell zu viel dunkle Farbe aufträgt, hat kaum noch die Möglichkeit, den Übergang weich zu gestalten. Kleine Mengen, dafür mehrere Wiederholungen, führen fast immer zu einem saubereren Ergebnis.

Eyeliner, Wimpern und die letzten Feinheiten

Sind Basis und Farbverlauf fertig, folgt der Teil des Augen-Make-ups, der dem Smokey Eye seine Definition gibt. Ohne diesen Schritt wirkt der Look oft verwaschen statt ausdrucksstark.

  • Kajal am Wimpernkranz auftragen und leicht ausblenden. Statt einer scharfen Linie wird der Kajal mit einem Wattestäbchen oder kleinen Pinsel angetupft, damit er sich weich in den dunklen Lidschatten einfügt.
  • Waterline optional nachziehen. Ein Strich Kajal auf der Innenseite des unteren Lids (der sogenannten Waterline) intensiviert den Look zusätzlich, sollte aber sparsam eingesetzt werden, da er das Auge auch kleiner wirken lassen kann.
  • Wimpern tuschen oder falsche Wimpern ansetzen. Die Wimpernzange formt den natürlichen Schwung, danach folgt reichlich Mascara oder – für besondere Anlässe – ein Wimpernstreifen.
  • Übergänge ein letztes Mal kontrollieren. Bei Tageslicht oder einer hellen Lampe lassen sich verbliebene harte Kanten am besten erkennen und mit dem Verblendpinsel nachbessern.
  • Verschmierte Ränder abpudern. Herabgefallene Lidschattenpartikel unter dem Auge lassen sich mit einem trockenen Wattepad oder einem Klebestreifen unter dem Auge (vor dem Auftragen der Wimperntusche angebracht) einfach entfernen.

Wer den Look für den Abend intensivieren möchte, kann eine zusätzliche Schicht der dunkelsten Farbe direkt am Wimpernkranz nachlegen und die untere Wimpernlinie kräftiger nachziehen. Für den Alltag reicht es meist, die dunklen Töne etwas zurückhaltender zu verblenden und auf die Waterline zu verzichten.

Typische Fehler bei der Smokey-Eyes-Anleitung und wie man sie vermeidet

Auch mit der besten Technik schleichen sich beim Üben bestimmte Fehler immer wieder ein. Wer sie kennt, kann sie von Anfang an umgehen.

  • Zu viel Farbe auf einmal: Ein Smokey Eye entsteht durch Schichten, nicht durch einen einzigen satten Auftrag. Mehrere dünne Lagen lassen sich leichter kontrollieren und verblenden.
  • Falsche Pinselwahl: Ein zu kleiner oder zu harter Pinsel erschwert das Verblenden erheblich. Ein weicher, angeschrägter Verblendpinsel ist für diesen Look nahezu unverzichtbar.
  • Vernachlässigte untere Wimpernlinie: Wird sie ausgelassen, wirkt der Look oben schwer und unten kahl. Auch ein schmaler dunkler Strich unten sorgt für Balance.
  • Kein Highlight im inneren Augenwinkel: Ohne diesen hellen Punkt wirken die Augen schnell müde oder kleiner, statt geöffnet und wach.
  • Zu wenig Zeit zum Verblenden: Harte Übergänge sind das deutlichste Zeichen für Zeitdruck. Ein paar zusätzliche Minuten mit dem sauberen Verblendpinsel machen meist den entscheidenden Unterschied.

Gerade beim Üben hilft es, den Look zunächst ohne Zeitdruck vor einem gut beleuchteten Spiegel zu schminken und die einzelnen Schritte bewusst nacheinander durchzugehen, statt mehrere Techniken gleichzeitig auszuprobieren.

Fazit: Smokey Eyes schminken wird mit Übung zur Routine

Ein überzeugender Smokey Eye entsteht nicht durch einen einzelnen Trick, sondern durch das saubere Aufeinanderfolgen mehrerer kleiner Schritte: Basis vorbereiten, Farben in der richtigen Reihenfolge aufbauen, konsequent verblenden und am Ende mit Kajal, Wimpern und Highlight abrunden. Wer diese Reihenfolge einmal verinnerlicht hat, kann sie auf verschiedene Farbkombinationen und Anlässe übertragen, von einem dezenten Alltags-Look bis zum intensiven Abend-Make-up. Wie bei den meisten Techniken im Bereich Make-up gilt auch hier: Die ersten Versuche müssen nicht perfekt sein, denn jede Wiederholung macht den nächsten Übergang ein Stück weicher.

Zurück zu Kreative Techniken

Ähnliche Artikel